04.04.2020

König Baabu


Ein Stück im Stil Alfred Jarrys von Wole Soyinka


General Basha Bash putscht sich in einem blutigen Staatsstreich an die Macht, tauscht die Uniform des Militärs jedoch schnell gegen eine zivile Robe und lässt sich zum König krönen. Gierig reißt er Ministerien und Ämter an sich, bringt die Banken und Schätze des Landes unter seine Kontrolle und stürzt das Land in einen Bürgerkrieg.

Inspiriert von der Geschichte seiner Heimat Nigeria hat der Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka im Stil Alfred Jarrys und dessen 1898 uraufgeführten, grotesk-komischen Dramas „König Ubu" eine beißende Satire auf jene Despoten geschrieben, die der Bevölkerung lauthals Demokratie versprechen, letztendlich jedoch mit brutalen Mitteln und gegen die Interessen der Allgemeinheit nur ihre eigene Herrschaft sichern. In der Spiegelhalle inszeniert Andrej Woron „König Baabu" als bildgewaltiges Gleichnis über die Ausbeutung des afrikanischen Kontinents mit Spielerinnen und Spielern aus Malawi, Tansania, Togo und Deutschland.